Borreliose
Borreliose ist eine Infektionskrankheit, die gefährliche Spätfolgen haben kann. Erfahren Sie hier alles Wichtige zur Diagnostik und Behandlung.
Was ist Borreliose?
Borreliose, auch bekannt als Lyme-Borreliose, ist eine durch das Bakterium Borrelia burgdorferi verursachte Infektionskrankheit, die hauptsächlich durch Zecken und seltener auch durch Stechmücken übertragen wird.
Welche Zecken übertragen Borreliose?
Borreliose wird hauptsächlich durch Zecken der Gattung Ixodes übertragen, die auch als Schildzecken oder Hirschzecken bekannt sind. Diese Zecken kommen vor allem in bewaldeten Gebieten, dichter Vegetation und hohem Gras vor, wo sie darauf warten, sich an Säugetieren, einschließlich des Menschen, festzusetzen. Die Übertragung erfolgt, wenn die Zecke sich vom Blut ihres Wirts ernährt, in der Regel nachdem sie 24 bis 48 Stunden festgesaugt war.
Welche Symptome treten bei Borreliose auf?
Ein häufiges Symptom am Beginn der Infektion ist ein sich ausbreitender Ausschlag an der Stelle des Zeckenstichs, der sich in den ersten 3 bis 30 Tagen nach dem Stich entwickelt. Man spricht auch von Wanderröte. Dieser Ausschlag tritt jedoch nicht bei jeder infizierten Person auf.
Weitere Symptome sind grippeähnliche Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen, Lymphknotenschwellungen und Müdigkeit. Auch Muskel- und Gelenkschmerzen können auftreten. Viele Infektionen verlaufen allerdings ohne sichtbare Krankheitszeichen, sodass die Diagnose nicht immer einfach ist.
Die Borrelien können dauerhaft im Körper persistieren und es kann auch noch nach Monaten oder Jahren nach dem Zeckenstich zu Spätformen der Borreliose kommen. Zu den Spätformen zählt zum Beispiel die Neuro-Borreliose, bei der die Borrelien das Nervensystem befallen und starke Schmerzen, Lähmungen, Seh- und Hörstörungen oder Taubheitsgefühle auslösen können. Chronische Formen sind auch die Lyme-Arthritis, die mit chronischen, schubweise verlaufenden Gelenkentzündungen einhergeht und oft die Kniegelenke betrifft.
Wie wird die Borreliose diagnostiziert?
Die Diagnose erfolgt durch die Beurteilung der Symptome und gegebenenfalls durch Blutuntersuchungen.
Wie wird Borreliose behandelt?
Eine frühe Behandlung mit Antibiotika ist entscheidend und kann die Krankheit in der Regel vollständig heilen. Wenn die Borreliose jedoch nicht rechtzeitig behandelt wird, kann sie zu chronischen gesundheitlichen Problemen führen.
Heilt Borreliose von allein?
Oftmals heilt die Borreliose-Erkrankungen von allein, ohne dass jemals Symptome sichtbar waren. Die Rötung an der Bissstelle kann sich ringförmig ausbreiten. Diese verschwindet nach ein bis zwei Wochen von selbst, was jedoch nicht heißt, dass die auslösenden Bakterien (Borrelien) aus dem Körper eliminiert wurden. Es kann zum Spätstadium kommen.
Bei dem kleinsten Verdacht sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden, der ein Antibiotikum verschreibt, was mindestens 14 Tage eingenommen werden muss. Auf eine Spontanheilung sollte auf keinen Fall gehofft werden, sondern immer ein Arzt hinzugezogen werden.
Falls Sie von Borreliose betroffen sein könnten, sollten Sie unverzüglich einen Dermatologen oder anderen Arzt aufsuchen.